hmm nachdenklich

Ich schreib auch schon wieder. Und zwar dreht es sich um folgendes. Mir ist gerade mal wieder bewusst geworden, wie gut wir es doch haben, und wie wenig wir dies zu schätzen wissen. Ich meine, nehmen wir mal meine Situation ich bin unzufrieden das wir erst zu meinen Schwiegis ziehen bevor wir in unser eigenes Haus können. Nur denk ich gerade, hey Mädel du hast ein Dach über deinem Kopf, was zu essen, und Kleider in hülle und fülle. Da gibts einige Menschen denen gehts viel schlechter als dir. Und die jammern nicht. Würde man denen sagen, du kannst zu deiner Schwiegermutter in ein warmes Haus ziehen, mit fliessend Wasser und Strom, würden die wohl Luftsprünge machen. Ich denke an all die Menschen die auf der Strasse leben, wie oft würdigen wir sie keines Blickes und nennen sie verachtend Penner. Ich mein einige können sicher was dafür das sie auf der Strasse leben, nur haben wir das Recht über sie zu urteilen? Haben wir das recht zu sagen, hättest du mal dein Geld gespart anstatt es für Alk auszugeben hättest du nun noch ein Dach über dem Kopf? Ich denke dieses Recht haben wir nicht, denn jeder soll sein Leben leben wie er es für richtig hält. Mir sagt ja auch keiner, hättest du damals nicht auch sparen können wo du so super verdient hast, dann hättest du dir direckt nen Haus in Deutschland kaufen können. Oder sogar bauen, wer weiss. Nur glaubt mir, hätte ich das Geld gehabt, hätte ich dieses Haus gekauft wo ich drin lebe, und dies hätte doch alles sehr kompliziert gemacht. Ja so ist nun meine beste Freundin die leid tragende. Versteht mich nicht falsch, ich bin froh das ich dieses Haus damals nicht gekauft habe, aber nicht wegen iher. Ihr würde ich das ganze Geld von Herzen gönnen, damit sie sich ihr Leben so aufbauen kann wie sie es will. Aber für mich oder besser gesagt für uns bin ich froh. Ich muss so nicht noch von Deutschland aus, einen Käufer für dieses Objekt finden. Und dies erleichtert mir doch einiges.  Warum ich mal wieder so grübelig bin, hat eine Sendung gesehen. Da ging es um Darfur, wie da die Menschen Leben und was wir tun könnten um zu helfen. Helfen ist immer so ne sache, woher weiss man, dass wenn man was spendet es auch wirklich ankommt und wieviel davon ankommt ist oft auch die Frage. Ich denke mir, wir sollten auch mehr wieder vor unsere Haustüre gucken denn wir haben auch hier sehr viele Menschen die Hunger haben. Sei es nun in der Schweiz oder in Deutschland. Warum helfen wir nicht jenen? Warum schicken wir Geld in dritt Welt Länder, und für unsere Länder tun wir so wenig? Sehen wir denn dies nicht mehr? Sehen wir nur noch wenn Kinder in dritt Welt Länder leiden? Sehen wir denn nicht mehr unsere Kinder, die betteln gehen, oder sogar stehelen weil sie einfach nur hunger haben. Fragen über Fragen. Und ich weiss jetzt schon, was ich dieses Jahr im Advent tun möchte. Ich kann dieses Jahr Advent mal nicht so machen wie ich möchte. Aber dies ist nicht schlimm, ich werde etwas für die Leute tun, die seit Jahren kein Advent mehr haben. Ich möchte vor meiner Haustüre helfen. Wie denkt ihr über das, was ich vorhabe? Ich freu mich über Komentare. Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage  Eure Ella

25.11.10 11:36

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Aly (29.11.10 19:45)
Ich kenn die andere Seite. Ich hab auf der Strasse gelebt, musste mir kein Geld zusammenbetteln als ich 17 war...ich hab die Leute kennengelernt, die Geschichten gehört und oft von OBDACHLOSEN wie mir Geld bekommen wenn sie schon gegessen hatten aber ich noch nicht. Ich weiß wie schwer das Leben ist, wie die Leute einen anschauen und wie alle denken man würde das Geld für Drogen/Zigaretten/Alk ausgeben.

Auch heute noch frag ich jeden "Bettler" ob er schon gegessen hat und wenn nicht hol ich ihm was. Wenn doch geb ich ihm mein Kleingeld falls er was anderes braucht. Ich hab für JEDEN auf der Strasse Verständnis, weil ich vor nicht allzu langer Zeit das selbe Verständnis gebraucht und bekommen hab!

Ich wünsch dir alles Gute für die nächsten Wochen, du packst das.
Lisa


die Blogschreiberin (1.12.10 01:19)
wow vielen dank für deine Antwort Lisa. Ich hab mich echt gefreut das von wem ein Feedback kam. Dies mit dem essen kaufen hab ich auch oft getan, nur Geld hab ich nie eines gegeben. Da ich oft angst hatte, dass man eine gewisse sucht unterstüzt. Ich weiss net, ob des so richtig ist, also mein denken mein ich. Ich muss da echt einen Weg finden, um eine balance zu schaffen. Gar nicht so leicht
Ich drück dich
Ella


Aly (2.12.10 08:48)
Ich seh es so: Selbst wenn derjenige sich von "meinem" Geld dann Alkohol oder Zigaretten kauft gönne ich es ihm. Das Leben auf der Strasse ist so verdammt hart das es manchmal die einzige Möglichkeit ist es zu ertragen.

Ich schau natürlich wem ich Geld gebe und scheu mich auch nicht nachzufragen wie derjenige in die Situation gekommen ist...wenn ich das Gefühl habe derjenige lügt wie gedruckt dann bin ich auch vorsichtig, klar.

Ist ja auch immer eine Frage danach wieviel man geben kann ohne selber finanzielle Sorgen zu haben! Es ist wirklich nicht leicht den perfekten Weg zu finden aber ich denke immer man muss auf seine eigene Menschenkenntnis hören!


Ly (6.12.10 11:48)
... oder einfach mal alte Decken rauskramen und sie an die Obdachlosen verteilen, die es bei der Kälte nicht nur mit erfrierungen sondern auch mit dem Tod zu tun bekommen

Und durch meine HP ausbildung weiss ich eins: Seht ihr morgens einen Obdachlosen irgendwo bei der kälte liegen - bewusstlos, rührt ihn nicht an - ruft den Notarzt denn wenn sie bewegt werden können sie auf grund dessen sterben, wenn das kalte Blut der Beine zu den Organen gelangt

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